Was tut mir weh?

Ursachen

Instabilität des Schultergelenks

  • Schmerzen bei der Ausübung einiger Tätigkeiten in charakteristischen Stellungen
  • Gefühl der Instabilität des Gelenkes
  • Patient fürchtet bestimmte Bewegungen auszuführen
  • der Oberarm springt nach vorn oder hinten aus der Gelenkpfanne
  • wiederkehrende Ausrenkungen

Frozen Shoulder

Sie verläuft charakteristischerweise in vier Stufen:
  • Initialphase – zunehmender Bewegungsschmerz
  • Einsteifungsphase – deutliche Abnahme der Beweglichkeit und schmerzhafte Schultersteife
  • Lösungsphase – der Schmerz lässt schrittweise nach
  • die Schulter wird langsam wieder beweglicher

Beim Auftreten den o.g. Beschwerden handelt sich wahrscheinlich um krankhafte Veränderungen und Verhärtungen der bindegewebigen Gelenkkapsel (Schrumpfung bzw. zu Verwachsungenbildung). Infolge des „Einfrierens“ nimmt die Beweglichkeit stark ab.

Rotatorenmanschettenruptur

Die Rotatorenmanschette besteht aus folgenden 4 Sehnen: Supraspinatus, Subscapularis, Infraspinatus und Teres minor. Die letzte ist dabei aus klinischer Sicht wenig bedeutend (weist keine Symptome auf). Bei der Tendinitis handelt es sich um die Entzündung einer Sehne, die sich häufig nach Degeneration (Tendinopathie) entwickelt. Die Tenosynovitis ist eine Tendinitis mit Entzündung der Sehnenscheide.

SLAP-Läsion

Die SLAP-Läsion bezeichnet eine Schädigung des oberen Labrum glenoidale des Schulterblatts am Ursprung der langen Bizepssehne. Patienten klagen oft über das sog. dead arm syndrome (ein plötzlich einsetzender Schmerz in Verbindung mit der Lähmung der oberen Extremität in maximaler Außenrotation).

Degenerative Veränderungen im Schultereckgelenk

Verletzungen des Bindegewebes können aufgrund dessen geringen Vaskularität und Innervation keine Schmerzsymptome aufweisen, was als inaktive degenerative Erkrankung bezeichnet wird. Treten die Schmerzen auf, so kommen sie am häufigsten von umliegenden weichen Geweben. Der Patient nimmt meistens als Erstes die Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit oder eine allgemeine Schwäche der Extremität. Im Falle einer degenerativen Krankheit können die Schmerzen den unspezifischen, diffusen und nicht leicht zu beschreibenden Charakter aufweisen. Die Schmerzen können dabei auch nachts auftreten. Zeitweilig kann sich das Exsudat in der Gelenkhöhle bemerklich machen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Muskeldystrophien.

Syndrom der „snapping scapula“

Das Krankheitsbild der “snapping scapula” bezieht sich auf Veränderungen der Weichteile oder der knöchernen Strukturen im skapulothorakalen Gleitlager, die zu einem Krepitus bei aktiver und passiver Bewegung führen und für Patienten schmerzhaft sein können. Oft wird die Krankheit wegen der Schmerzausstrahlung mit der Schulterpathologie oder der Pathologie der Halswirbelsäule verwechselt.

Zu den häufigsten Symptomen der Schultergelenkserkrankungen gehören:

  • Schmerzen – oft auch während der Muskelentspannung
  • deutliche Abnahme der Beweglichkeit
  • Schmerzen, die oft in die Halswirbelsäule und obere Extremitäten ausstrahlen

Was ist zu tun?

Jede Art der Beschwerden im und am Schultergelenk bedarf professioneller Beratung.

Abrupte Verletzungen z. B. wegen Unfälle, bei denen es zu einer Hautschädigung, Fraktur oder dem Knochenbruch mit Verschiebung kommt bedürfen einer ärztlichen Behandlung. Alle anderen Beschwerden können durch Osteopathen oder erfahrenen Physiotherapeuten diagnostiziert werden.

Wie sieht bei uns die Behandlung aus?

Das Thema Beschwerden im und am Schultergelenk ist sehr komplex.
Der Diagnoseprozess umfasst dabei neurologische Untersuchung (Prüfung der Reflexe, Dermatome, Untersuchung der Hirnnerven), orthopädische Untersuchung (Gelenke, Muskelkraft, Beweglichkeit der Gliedmaßen) sowie die Überprüfung der Halswirbelsäule, des oberen Thoraxaperturs, der Verbindungen zwischen der Wirbelsäule und den inneren Organen, Probleme mit der Blutzirkulation.
Sollte sich dabei erweisen, dass zur Diagnosestellung noch zusätzliche Untersuchungen unentbehrlich sind, werden entsprechende Untersuchungen vom Osteopathen/Physiotherapeuten vorgeschlagen: RTG, USG, CT, MRT